Zwei Männer flüchten vor Feuer ans Fenster
28. June 2010
Das war knapp. Für zwei Männer in Benndorf hätte es ohne Hilfe der Feuerwehr kaum ein Entkommen aus einem brennenden Mehrfamilienhaus gegeben. Als der 54-jährige und der 47-jährige Mieter Sonntagnacht den Schwelbrand in ihrer Dachgeschosswohnung bemerkten, war das Treppenhaus so stark verqualmt, dass sie sich nur noch an ein Fenster flüchten konnten.
Den 50 Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Benndorf, Helbra, Klostermansfeld und Helfta gelang es schließlich mit Spezialtechnik, die Männer zu bergen. “Eine Fluchthaube kam zum Einsatz”, so Benndorfs Wehrleiter Dieter Rückriem. Sie sei den Männern von Feuerwehrleuten, die sich mit Atemschutzmasken durch das Treppenhaus bis zur Wohnung hochgekämpft hatten, aufgesetzt worden. Danach wurden sie zum Ausgang des Gebäudes gebracht und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Benndorf, der während der Bergung gestürzt war, wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht.

Die anderen fünf Bewohner des Hauses blieben unverletzt. Eine Bewohnerin war es auch, die gegen 2.30 Uhr den Brand entdeckte und die Feuerwehr alarmierte.
Das Feuer ging laut Polizei nach ersten Erkenntnissen von einem Stromverteilerkasten im Flur der Dachgeschosswohnung aus. Drei Wohnungen wurden während des Einsatzes zum Teil auch durch Löschwasser beschädigt. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro.
“Nach den Löscharbeiten wurde eine Wärmebildkamera eingesetzt”, wie Wehrleiter Rückriem sagte. Die Kameraden aus Helfta fuhren mit einer Drehleiter zum Dachgeschoss hinauf und kontrollierten von außen, ob sich noch Glutnester an der Dachhaut des Hauses befinden. Auch von innen sei das Gebäude mit einer Wärmebildkamera untersucht worden.

Quelle: mz-web.de von DANIELA KAINZ, 27.06.10

